„Wir hatten gehofft, dass endlich etwas passiert ….“ (Neues aus der Gemeinderatssitzung vom 3. 7. 2013)

„Wir hatten gehofft, dass endlich etwas passiert ….“

…. war der einstimmige Tenor aus einer lockeren Runde, die sich nach der gestrigen Gemeinderatssitzung vor dem Rathaus versammelt hatte. Gegenstand der Diskussion:

Die sanitären Anlagen in der Kultur- und Sporthalle …

Kultur- und Sporthalle Haibach… die auch ein wichtiger TOP in der Gemeinderatssitzung waren. Dabei wurden in der Sitzung die wirklich schlimmen Bilder über den Zustand der sanitären Anlagen, Duschräume und Umkleideräume nicht einmal gezeigt, erklärten unsere Gesprächspartner. Fast 250 Unterschriften inklusive einer umfangreichen Bilderdokumentation hatten die Vereine gesammelt, um damit auf die Dringlichkeit der Lage hinzuweisen.

Wer selbst schon einmal ein altes Haus renoviert hat, kennt das Problem: Man renoviert und entdeckt während der Renovierung das nächste Problem, und das übernächste usw. Am Ende stellt man fest, dass man mit einem Neubau deutlich besser gefahren wäre. Dieses Schicksal könnte uns natürlich auch bei der Kultur- und Sporthalle blühen.

Im Wesentlichen sind Foyer, Halle und Zuschauerbereich noch gut erhalten, stellen Bürgermeister und Gemeinderäte fest, was zunächst gegen eine Komplettsanierung spricht. Auch der Brandschutz sei im jetzigen Zustand in Ordnung, meint die Verwaltung. Demgegenüber steht ein Brandschutzgutachten aus dem Jahr 2010, auf das Jürgen Goldhammer verweist, und das Aufwendungen von ca. 1 Mio. EUR erforderlich machen würde.

Insofern könnte der Vorschlag von Jürgen Goldhammer Sinn machen, die Sanitäranlagen zeitnah für einen überschaubaren Betrag (im Gespräch waren 150.000 EUR) zu renovieren, ohne sich damit den Weg für weitere Sanierungsmaßnahmen zu verbauen.

Die Diskussion endete mit einem Arbeitskreis, der bis Oktober Vorschläge erarbeiten soll. Damit werden die Vereine wohl – realistisch gesehen – mindestens dieses Jahr noch mit dem jetzigen Zustand leben müssen.

Die Kinderkrippe in Grünmorsbach – auch ein Dauerthema

Nachdem die Kirchenstiftung Grünmorsbach sich für den Bau der teuersten Variante entschieden hatte, hatte der Gemeinderat seinen Zuschuss (2/3 der nicht bezuschussten Baukosten) auf maximal 250.000 EUR gedeckelt. Siehe dazu auch unseren Bericht aus der letzten GR-Sitzung.

Nun erklärt die Kirche, dass man die noch bestehende Finanzierungslücke von ca. 80.000 EUR nicht übernehmen könne. Falls die Gemeinde diese nicht übernimmt, wäre das Projekt komplett in Gefahr.

Wir erinnern uns: Die gesetzliche Verpflichtung, Kinderkrippenplätze bereit zu stellen, betrifft die Gemeinde, nicht die Kirchenstiftung. Somit wäre der Ball nun wieder bei der Gemeinde.

Das Ergebnis: Die Deckelung wird auf 300.000 EUR angehoben. Aber die Kirchenstiftung muss etwaige entstehende Mehrkosten selbst tragen. Für eine unbefristete Kostenübernahme sprachen sich große Teile der SPD-Fraktion aus. Doch zu einer „Genehmigung zur unbegrenzten Selbstbedienung“, was dies defacto bedeuten würde, wollte sich der Gemeinderat mehrheitlich wohl nicht hinreißen lassen.

Noch ein Dauerthema: Die Ortsverbindung nach Dörrmorsbach

Hier liegen 4 Planungsvarianten eines Ingenieurbüros vor, die auch vorgestellt wurden. Sanierung ohne Verbreiterung, mit Verbreiterung, mit und ohne kombinierten Rad- und Fußweg.

Das Ergebnis: Im Prinzip bleibt die Straße in ihrer Ausbaubreite und Straßenführung wie sie ist. 6 m Breite für die Fahrbahn und 1,25 m für Fußweg entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Parallel dazu soll ein Radweg ausgewiesen werden, der über den Verlauf Grünmorsbacher Sportplatz und die Blumenstraße in Dörrmorsbach führen soll. Viele Radler, insbesondere Mountainbiker nutzen diese Strecke ohnehin bereits.

Eine gute Lösung, wie auch wir auf den „FWG-Beobachterplätzen“ meinen, die keine zusätzlichen Maßnahmen für Grundstückserwerbe, Hangabsicherung etc. notwendig machen, und auch den Durchgangsverkehr nicht zusätzlich anziehen, was bei einem Ausbau sicherlich der Fall gewesen wäre.

Siehe dazu auch unsere Bilderserie über den aktuellen Zustand der Straße.

Kosten für diese Variante: ca. 2,5 Millionen Euro. Hinzu kommt die eventuell erforderliche Befestigung der Radwegtrasse.

Ein neuer Mobilfunkmast in Grünmorsbach

…. allerdings kaum sichtbar, da dieser auf einem Pfeiler der Überlandtrasse (Strompfeiler) am Ortsausgang Grünmorsbach installiert werden soll. Dennoch bestand auch an diesem Thema Zuhörerinteresse.

Wer ein Handy hat, muss auch die Strahlen in Kauf nehmen, die von den Masten ausgehen, ist die eine Meinung. Doch wieviel Netzabdeckung braucht der Mensch?

Damit endete für uns der öffentliche Teil der Sitzung. Zumindest in Sachen „Ortsverbindung Dörrmorsbach“ mit einem brauchbaren Ergebnis.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*